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Eigenschaften von Vogelspinnen: Vogelspinnen unterscheiden sich durch ihre Größe von anderen Spinnen, da einige Arten Essteller groß werden und damit den Riesen unter den Spinnen angehören. Es gibt allerdings auch Arten, die so klein wie eine 2-Centmünze bleiben. Charakteristisch sind auch ihre Mundwerkzeuge, die sich parallel zu ihren Körperachsen befinden. Eine weitere Eigenschaft ist die starke Behaarung, und die Angelegenheit das einige Arten auf ihrem Hinterteil die so genannten Brennhaare, abwerfen können, die dann einen starken Juckreiz auf der Haut auslösen.
Wie alt werden Vogelspinnen? Es gibt einige Arten, die nur 5 Jahre alt werden. Eine Brachypelma spp. kann über 20 Jahre alt werden. Männchen dieser Art leben nach ihrer Geschlechtsreife noch etwas über ein Jahr und werden in der Regel nur 3 Jahre alt. Es gibt allerdings auch mal Ausnahmen. Es wurde von Männchen berichtet, die über 6 Jahre alt geworden sind. Also dann schon sozusagen Uropas sind.
Wo sind Vogelspinnen beheimatet? Vogelspinnen sind in Teilen Südeuropas, in Asien, Afrika, Amerika, und Australien beheimatet.
Wie groß werden Vogelspinnen? Die Größe einer Vogelspinne wird ermittelt indem man den Körper der Spinne misst. Das bedeutet, dass die Beine, die Spinnwarzen und ihre Zähne nicht mit gemessen werden. Sie können zwischen 1cm und fast 10 cm groß werden. Man kann also sagen, dass eine Spinne die 10cm groß ist, dann etwas größer als eine Handfläche eines Erwachsenen ist.
Was fressen Vogelspinnen? In der Natur ernähren sie sich von allen Tieren die kleiner sind als sie, sprich Insekten, Mäuse, Echsen, kleinere Schlangen, andere Spinnen und vielleicht auch einen kleineren Vogel. In Terrariumhaltung werden sie jedoch meist von Heuschrecken, Grillen und Schaben gefüttert.
Das Terrarium: Es gibt 3 Standarttypen von Terrarien: für Bodenbewohner, für Baumbewohner und für unterirdisch lebende Arten. Mittlerweile sollte es in fast jeder Tierhandlung auch solche Terrarien zu kaufen geben! Wichtig ist, dass sie mindestens ein Lüftungsgitter am hinteren Deckenrand haben, damit genügend Luft ins Terrarium kommt. Es ist egal ob Falltürscheibe oder Schiebescheibe, auch wenn Falltürscheiben ein wenig ausbruchssicherer sind. Ich persönlich bin mehr für die Schiebescheiben da sie handlicher sind. Allerdings habe ich dies mit verbogenen Haarklammern gesichert damit die Spinnen sie nicht aufschieben. Bei der Größe der Grundfläche des Terrariums kann man bei Bodenbewohnern von der 5fachen Körpergröße ausgehen. Bei Baumbewohnern kann die Grundfläche etwas kleiner sein, dafür sollte aber die Höhe größer sein.
Die Einrichtung: Es gibt in Tierhandlungen mittlerweile die verschiedensten Bodensubstrate, zum Beispiel Torf und Kokoserde oder auch Borkensubstrate. Außerdem sollten sich in dem Terrarium ein Unterschlupf und ein niedriger Wassernapf befinden. Als Unterschlupf kann aus Kork, Holz, Stein, Bambus sein oder aus kaputten Blumentöpfen. Ich hab aus unserem Garten einen dicken Ast genommen und ihn ins Terrarium gestellt und meine Vogelspinne hat sich da ihren Kokon dran gesponnen. Trinknäpfe sollten so aufgebaut sein, das die Spinne nicht ertrinken und auch wieder leicht rausklettern kann. Sehr Wichtig: Die Einrichtungsgegenstände dürfen keine spitzen Stellen haben, wo sich die Spinne daran verletzen kann!
Bepflanzung: Ich habe in all meinen Terrarien Pflanzen drin. Es verleiht den Terrarien eine angenehme Atmosphäre und die Pflanzen produzieren zusätzlich noch ein bisschen Sauerstoff. Häufig werden klein bleibende Bromelien und Efeu verwendet. Aber auch andere klein bleibende Pflanzen eignen sich, zum Beispiel ein kleines Ficus- oder Bonsai Bäumchen.
Klima Vogelspinnen sollte man eine Temperatur von 22°C bis 27°C bieten. Das Ganze variiert sich natürlich je nach Vogelspinnenart! Außerdem sollte man auch für eine Luftfeuchtigkeit um die 70 % sorgen. Auch dieser Wert kann abweichen. Manche Spinnen leben lieber etwas trockner andere etwas feuchter.
Die Häutung: Vogelspinnen sind durch die Häutung in der Lage zu wachsen. Da die Vogelspinne ihre harte Haut abstreift und ihre neue Haut erst aushärten muss, ist sie in dieser Zeit wehrlos gegen Feinde. Vor der Häutung stellt die Spinne ihre Nahrungsaufnahme, für Tage oder sogar Monate vorher ein, dies kann natürlich variieren je nach dem wie alt die Spinne ist. Ein Anzeichen für eine anstehende Häutung ist das Zurückziehen in ihre Wohnhöhle. Bei der eigentlichen Häutung legt sich die Vogelspinne auf den Rücken auf den dafür gesponnenen Teppich. Natürlich kann es auch anderes sein… Dann erhöht sie den Innendruck, dadurch platzt ihre Haut auf und die Spinne hat die Möglichkeit, sich aus ihrer alten Haut zu ziehen. Während des Häutungsvorgangs sollte die Spinne nicht gestört werden. Außerdem sollte kein Futtertier mehr im Terrarium sein, da diese die Spinne anfressen können. Nach der eigentlichen Häutung legt die Vogelspinne eine sportliche Runde ein und bewegt ihre Gliedmaßen, um ihre Beweglichkeit wieder herzustellen. Nachdem die Häutung erfolgreich war kann man nach 2-3 Tagen wieder Futter gegeben werden. Was sehr interessant ist, dass die Vogelspinne bei der Häutung verloren Gliedmaßen und auch einige Organe ersetzen kann.
_________________ Protest ist, wenn ich sage das und das passt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, dass das was mir nicht passt, nicht länger geschieht
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